Zika Unsere Publikation

Update Zika und Wissenswertes zur Diagnostik

PD Dr. med. Julian Schilling und Dr. med. Danielle Gyurech

Zikaerkrankungen sind nichts Neues: Das Zika Virus wurde erstmals vor 70 Jahren (1947) in Uganda aus einem Rhesusaffen isoliert [4]. Im Jahr 2007 hat sich Zika zum ersten Mal ausserhalb Afrikas und Asiens ausgebreitet und wurde schon vor über 10 Jahren als aufkommender Keim betrachtet [5]. Es handelt sich um ein RNA-Virus der Familie Flaviviridae, Gattung Flavivirus, das eng mit anderen Flaviviren mit öffentlicher Gesundheitsrelevanz verbunden ist, so zum Beispiel dem Dengue-Virus, dem Zecken-Enzephalitis-Virus, Gelbfieber-Virus oder dem West-Nil-Virus [6]. Vektoren sind die Aedes aegypti Mücke aber auch Aedes albopictus wird als übertragender Mückenvektor vermutet [7]. Etwa 75% der Zikafälle bleiben aufgrund der sehr kurzen Krankheitsdauer und einer sehr milden influenzaähnlichen Symptomatik unerkannt. Allerdings ist das Potential, schwerwiegendere Erkrankung zu verursachen derzeit noch unbekannt. Neurologische Komplikationen bis zum Guillain-Barré-Syndrom oder plötzliches beidseitiges stumpfes und metallisches Hörvermögen könnten Zika-assoziiert sein [8]. Der wichtigste Grund warum Zika die Weltöffentlichkeit beschäftigt ist jedoch der viel diskutierte Zusammenhang mit der Mikrozephalie von Neugeborenen. Allerdings ist anzumerken, dass die meisten Erkrankungen mit hochfebrilen Zuständen im ersten Trimenon mit einer Mikrozephalie in Verbindung gebracht werden können.

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Aktuelles aus der Reise- und Tropenmedizin

Dengue-, Chikungunya-Fieber und Zika-Viren

Jedes Jahr erhöhen sich die Fallzahlen der Mücken-übertragenen Erkrankungen massiv. Es ist zu einem grossen Problem welteit geworden.

Es handelt sich hier um  von Aedes-Mücken übertragene Krankheiten. Die Aedes aegypti Mücke sticht tagsüber und ist besonders anthropophil, d.h. speziell in der Nähe von Menschen anzutreffen. Die stark ansteigende Zahl von Krankheitsfällen steht im deutlichen Zusammenhang mit der Verstädterung in den Tropen. Besonders problematisch sind die Situationen in den Slums wo sehr viele Menschen unter engen und unhygienischen Verhältnissen leben. Dort kann die Mücke in sehr kurzer Zeit schnell den Virus von einem Menschen zum anderen tragen. Die grössten Epidemien treten jeweils während und nach der Regenzeit in den Grossstädten und Agglomerationen auf, von wo sie sich dann in die Umgebung weiter ausbreiten. So kann es zu zehntausenden von Patienten kommen die auch alle Notaufnahmen der Spitäler und die Ambulatorien verstopfen. Häufig treten während Epidemien sehr grosse Zahlen von Todesfällen auf, weil die Patienten gar nicht mehr betreut werden können.

Noch mehr über Dengue-Fieber

Neu tritt im indischen Ozean und in weiten Teilen Asiens eine weitere mückenübertragene Viruserkrankung wieder auf, das Chikungunya-Fieber. Mückenschutz hat also je länger je mehr einen sehr hohen Stellenwert! Gerne sagen wir Ihnen wie man sich am besten schützt.

Sicherheit auf Reisen

Die Firma Control Risks hat neulich eine Riskmap publiziert, welche die politischen und nicht-medizinischen Risiken eines Landes/Region in 5 Kategorien graphisch darstellt. Per Mausklick auf das entsprechende Land wird auch ein ausführlicher Kommentar abgegeben. Wir finden diese Karte sehr geeignet für die Reisevorbereitungs-Abklärungen. http://www.controlrisks.com/RiskMap/Pages/Security.